AUS DEM CAFÉ  
     
  FRAUEN SCHAUEN  
     
 

Wie schon erwähnt. In der Stadt gehört es zu meinen Hobbys in Cafés zu sitzen und mich am menschlichen Treiben zu ergötzen. Wie zum Beispiel in Meknès. Und als Mann, der sich durch seine sexuelle Ausrichtung auch mit dem Thema Fortpflanzung beschäftigen muss, schenkt man dabei seine Aufmerksamkeit selbstverständlich eher den weiblichen Vorbeiströmenden. Und es gibt ein paar Eigenheiten, die mir aufgefallen sind und an denen ich euch teilhaben möchte. Und liebe Damen, wenn ihr gerne meine Beurteilung betreffend der Marokkaner wollt, kurz und bündig: die sind meist ganz hübsch, gut angezogen, riechen nicht selten nach Vanille (oder sonst einem scheusslich süssem Parfüm) und wenn ihr mal unbedingt heiraten wollt... da findet sich auf jeden Fall einer. Wobei die natürlich glauben, dass sie dann weiterhin im Café sitzen können, während ihr die Arbeit erledigt. Doch nun zu den Marokkanerinnen:

  • Erst mal, vor allem an die Herren gerichtet. Die Frauen sind hübsch, sie sind hässlich, sie sind geil, sie sind umwerfend, sie sind kaum beachtenswert und werden trotzdem beachtet, sie haben fette Hintern, sie haben knackige Hintern, sie haben nicht besondere Riesentitten. Sie sind figurtechnisch (sprich: die Karosserie... uhh herrlich) und ganz allgemein optisch (sprich: Gesicht und Haare) noch nicht wirklich exotisch... Klar etwas orientalisch. Aber auch nicht mehr. Und wie wohl alle Frauen auf der Welt können sie mann je nach dem um den Verstand bringen oder ihm knapp ein laues Schmunzeln entlocken.
  • Oftmals sind sie, die städtischen Frauen Marokkos, elegant gekleidet, aber unten rum, also ich mein bei den Füssen. Nicht zum sagen. Mir kommt das Schaudern wenn ich nur dran denke. Socken und Strümpfe mit Comic-, Herzchen- oder sonst wie Mustern. Nicht selten übereinander getragen und das ganze dann in Pantoffeln (und ich schreib bewusst Pantoffeln, weil es sind Pantoffeln, nicht Flip-Flops oder so. Nein. Pantoffeln!). Scheinbar nach dem Motto: schau mich von Fuss bis Kopf an und es kann nur besser werden. Oder so.
  • Die meisten Frauen tragen Kopftuch. Aber zu wenige, als dass man bei nicht Bekopftuchten von Ausnahmen sprechen könnte. Die mit Kopftuch tragen (wenn sie nicht zur oberen Kategorie gehören) Schuhe mit Absätzen, die ohne Kopftuch (gehören nicht selten zur oberen Kategorie) tragen kaum Schuhe mit Absätzen. Dies fällt besonders auf, wenn die Damen in Gruppen auftreten. Dort ist diese Vorgehensweise fast schon die Regel. Als ob frau sich darauf geeinigt hat, dass nicht eine alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen darf.
  • Es gibt hier vermutlich wesentlich weniger Mädchen mit Nierenproblemen, als in Europa und dies hat nicht nur mit den Temperaturen zu tun.
  • Das Handwerkerdekolleté ist hier noch nicht verbreitet bei Frauen auszumachen, sondern weiterhin eine männliche Domäne (wobei die Männer hier, und dass muss doch auch noch gesagt sein, wesentlich eleganter daherkommen, als wir es bei uns tun. Wobei die Frisuren oft ziemlich scheisse sind. Apropos Frisur. In der Wüste Haare schneiden macht auch Spass. Aber davon vielleicht später mal mehr). Aber, leider, setzen sich die oft schlecht sitzenden Stretchjeans auch hier durch. Vermutlich wohlgeformte Popos werden aufs jämmerlichste verunstaltet.
  • Und dann gibt es die völlig Verhüllten. Im Buch, dass ich zur Zeit lese (Zadie Smith: Zähne zeigen. Ich glaube die ist grad ziemlich In in der Literaturszene... Tja als Ex-Studi muss man halt luegen), sagt der Bangladesher Vater zu seinem Sohn sinngemäss: Wahres Begehren sei, wenn man sich Wasserpfeife rauchend vorstelle, wie die völlig verschleierte Frau, die gerade an einem vorbeigeht, wohl drunter ausschaut. Nun. Ich rauch zurzeit keine Wasserpfeife. Und ich will mir auch nicht vorstellen wie die drunter ausschauen. Weil da schaut eine Hakennase mir entgegen, da würde der Mike Krüger vor Neid erblassen.  Ein Gang, der, würde man ihn als Entengang bezeichnen, die betroffenen Tiere in beleidigtes Geschnatter ausbrechen liesse. Eine Frau, die sich so kleidet, eine erwachsene Frau in Marokko, die sich so kleidet, die hat auf jeden Fall was zu verbergen und dass könnte zum Beispiel ihre Hässlichkeit sein. Ha. Da soll mir niemand mit Religion und so kommen. Glaub ich nicht.

 

P.S.: Ich möchte mich noch bei R aus C bedanken. Unterteller heissen Untertassen und die Definition findet sich auf Wikipedia. Und falls ihr zu diesem Text die Fotos vermisst: Ich bin nicht Paparazzi, sondern Abenteurer... oder so!

 

 

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